Ein einmaliges Erlebnis ist eine Wanderung auf dem Kammweg. Der verschlungene Pfad führt über Klippen und durch schmale Felsspalten vom Großvaterfelsen in Blankenburg (Harz) bis zum Hamburger Wappen bei Timmenrode. Vorbei an markanten Felsen mit den phantasievollen Namen Turnerfelsen, Hohe Sonne, Fahnenfelsen, Schweinekopf, Teufelskessel, Zwergenhöhle oder Ludwigsfelsen - der in seinem Profil an Ludwig XVIII. erinnert –genießen Wanderer immer wieder beeindruckende Ausblicke in das Harzvorland, zum Großen Schloss oder auf die Harzer Berge.

Der Großvaterfelsen, mit gleichnamigem Restaurant, direkt am Ortsrand von Blankenburg (Harz), Startpunkt vieler Wanderungen, ist ein beliebter Aussichtspunkt und ein wahrer Abenteuerspielplatz für Kinder. Etwa in der Mitte wird die Teufelsmauer durch einen Pass, dem sogenannten Sautrog, zerschnitten. In der Nähe befinden sich die "Gewittergrotte" und der Fuchsbau, ein künstlicher begehbarer Felskeller. Das östliche Ende der Blankenburger Teufelsmauer wird durch eine kleine mittelalterliche Wehranlage, die Kucksburg, bestimmt.

Vom Großvaterfelsen über den Kammweg und unterhalb der Teufelsmauer durch den Heidelberg ist ein beliebter Rundwanderweg von etwa 8 Kilometern. Eine Einkehr unterwegs ist in der Ausflugsgaststätte „Helsunger Krug“ möglich.

Geologisch entstand der Sandstein des Naturdenkmals Teufelsmauer vor ca. 85 Millionen Jahren als Ablagerung in den Meeren der Oberkreide (Santon), als Dinosaurier die Erde bevölkerten. Am Ende der Kreidezeit und im Tertiär wurden diese Schichten durch Hebung des Harzes steil aufgerichtet, so dass entlang des nördlichen Harzrandes eine einmalige Schichtrippenlandschaft entstand.

Vielfach geläufiger hingegen ist die Sage, die sich um die Entstehung der Teufelsmauer rankt. Einst stritten Gott und Teufel um die Macht auf der Erde. Sie wollten sich das Land aufteilen, wenn der Teufel in nur einer Nacht bis zum ersten Hahnenschrei eine Mauer zwischen Harz und Harzvorland errichten würde. Doch kurz vor Sonnenaufgang war eine Magd mit ihrem Hahn auf dem Weg zum Markt. Als der Teufel den Hahnenschrei hörte, zerschlug er die Mauer vor lauter Wut. Die Überreste sind heute noch sichtbar…