Klostergärten Kloster Michaelstein

Die unabhängige Selbstversorgung der Ordensleute wurde früher durch den eigenen Anbau von Gemüse, Obst und Kräutern sichergestellt. Traditionell legte man innerhalb der Klausur die Heilkräuter-, Gemüse- und Obstgärten an. Außerhalb der Klostermauer, jedoch in unmittelbarer Nähe, befanden sich in der Regel die Wein-, Hopfen- und Kohlgärten.

Im Kloster Michaelstein wurden nach mittelalterlichen Plänen und auf historischem Boden ein Kräuter-, ein Gemüsegarten und ein kleiner Apfelgarten neu angelegt. Hier werden über 260 Heil- und Gewürzkräuter des Mittelalters vorgestellt sowie etwa 100 weitere Pflanzen, wie mittelalterliche Feldfrüchte, Getreide, Gemüse, Obstsorten und essbare Blütenpflanzen . Besucher erhalten so einen duftenden und informativen Einblick in das Nahrungsmittelangebot vergangener Zeiten. Teils schon fast vergessene Kräuter und Gemüsesorten sind hier zu finden und werden anhand von Schautafeln oder bei Gartenführungen erklärt.