Kloster Michaelstein

Das bereits im 12. Jahrhundert von Zisterzienser-Mönchen gegründete Kloster Michaelstein ist noch heute ein Ort der Ruhe und der Begegnung. Idyllisch gelegen vor den Toren der Stadt Blankenburg (Harz) gehört das Kloster zur „Straße der Romanik“ in Sachsen-Anhalt.

Von dem ehemaligen Wirtschaftshof sind viele Gebäude erhalten, wie die große Scheune, Guts-, Wohn- und Abtshaus sowie die Schmiede und ehemalige Stallungen. Den Mittelpunkt des Klosterkomplexes bildet das Klausurgebäude mit Kreuzgang, Refektorium und Kapitelsaal. Besucher spüren hier die erhabene und eindrucksvolle Schlichtheit der Zisterzienserabtei. Die mittelalterlichen Klausurgebäude sind mit den Klostergärten und der Musikausstellung als Museum öffentlich zugänglich.

Zum Verweilen laden die nach dem Vorbild mittelalterlicher Pläne und Aufzeichnungen gestalteten Klostergärten ein. Hier werden alte Heilmittel- und Kräuterpflanzen sowie heimisches Obst und Gemüse angebaut. Besucher begeben sich individuell oder bei einer der zahlreichen Veranstaltungen auf eine Reise der Sinne.

Das Kloster Michaelstein ist nicht nur ein Ort der Stille sondern auch ein Ort der Musik. Bereits in den 1960er Jahren gegründet ist Michaelstein bekannt als Einrichtung für Musizierpraxis, Weiterbildung und Forschung. Die heutige Musikakademie Sachsen-Anhalt für Bildung und Aufführungspraxis bietet Kurse, Weiterbildungen und Konferenzen an und ist als Proben- und Arbeitsort sehr beliebt. In den Konzertreihen ist alte wie neue Musik zu hören, oft die Ergebnisse der eigenen musikhistorischen Forschung oder der Meisterkurse. Ab und an gastiert das Kloster, z.B. mit dem Jugendbarockorchester Michaelstein BACHS ERBEN, auch im Großen Schloss Blankenburg.

Der Wandel der Musik über die Jahrhunderte hinweg ist in der Musikausstellung „KlangZeitRaum – Dem Geheimnis der Musik auf der Spur“ im barocken Westflügel des Klausurgebäudes zu erleben. Instrumente der letzten vier Jahrhunderte aus ganz Europa finden sich in der Ausstellung. Eine beeindruckende Ton-Lichtinstallation barocker Kirchenmusik, ein musikalischer Salon mit Gesprächen und Musik berühmte Gäste, Modelle und Experimentierstationen zur Tonerzeugung und ein Hörgang mit Anekdoten und Karikaturen machen die Musik lebendig.